Prot MVS 2026-04-25

Formalien:

Protokollführung                              Karlheinz Briz

Versammlungsleitung                     Renate Ströbel

Teil I:   ca. 17.00 Uhr – 18.30 Uhr

  1. Vortrag von Martina Barbi und anschließende Fragen.

Themenkreise  

 Martina Barbi hat in ihrem sehr engagierten Vortrag zu den von uns angefragten Themen fundierte, wertvolle Informationen und Entscheidungshilfen geliefert. Das PDF zu ihrem Vortrag hat sie uns zur Verfügung gestellt unter der Voraussetzung, dass dieses nur für die Mitglieder der Solawi Heiligenberg bestimmt ist. Wir gehen davon aus, dass jeder von euch sich an diese Vereinbarung hält und das Dokument nicht weiter gibt. In diesem Teil des Protokolls wird deshalb für eine Vertiefung der Gesichtspunkte auf dieses PDF allgemein bewiesen.

Martina hat betont, dass ihre Erfahrungen für uns Hilfestellung zu Entscheidungen sind. Diese liegen ausschließlich an uns; ob und wie wir Ihre Erfahrungen Anregungen und Empfehlungen umsetzen. Dies ist vor allem zu beachten für unsere Kernfragen bezüglich Jungpflanzen, samenfest und hybrid, Market Garden mit zugekauftem Edelkompost, eigener Kompost.

Zu ihrer Vorstellung als Beraterin für Gemüseanbau in der Demeterberatung E. V bitte Seite 2 im PDF beachten.

Ihr 1.Punkt „ Gemüsebau zwischen wirtschaftlichem Zwang und Ideal“ behandelte die Kernfragen zu samenfestem Saat- und Pflanzgut einerseits und Hybriden andererseits lieferte exakt die Grundlage für unsere Fragen. Einerseits geht man im Gemüsebau ( Demeter wie Bioland) vom Ideal aus, (möglichst) nur samenfeste Sorten anzubauen und zu vermehren. Dieses ist aber stark eingeschränkt durch die Grenzen der finanziellen Möglichkeiten und des möglichen Arbeitseinsatzes im jeweiligen Betrieb.  So kann man insgesamt von nur 80% Umsetzung sprechen. Die Einschränkungen bei uns sind gegeben durch (marode Heizungsanlage, teures Gas, Gehaltskosten im Umfang einer 50% Stelle, Wegfall der früheren Unterstützung durch die Ehmann-Stiftung, Einschränkung auf knapp 75 Ernteanteile,…)

In unserer Solawi betrifft diese „Entscheidung für das machbare“  nur die Anzucht eigener Jungpflanzen, die ein beheiztes Gewächshaus voraussetzen. Nach wie vor erzeugen wir selbst ca. 80 % bis 85 % samenfeste Jungpflanzen über das Jahr verteilt, die eben keine Heizung für die Anzucht benötigen. ( So haben wir das auch auf der MVS im Januar kommuniziert).

Martina hat im Weiteren ausführlich beschrieben, was genau unter Samen festem Saat und Pflanz gut zu verstehen ist, welche Voraussetzungen dazu erfüllt sein müssen. Was ist hybrides Pflanzgut. Dies ist auf den Seiten 4-12 des PDF ausführlich beschrieben weshalb wir es hier nicht zusammenfassen.

Auch die sogenannten CMS- Hybride, die weder in der biologisch dynamischen Pflanzen Zucht noch der Bioland oder Naturland Anzucht erlaubt sind, hat sie ausführlich beschrieben. Diese Hybride sind bei Pflanzen, die lediglich das EU Bio Siegel tragen, erlaubt und man kann davon ausgehen, dass ein großer Teil des Bio Gemüses im Supermarkt solche Hybride sind. Selbst in Bioläden ist dies dann nicht ausgeschlossen,wenn es kein Label wie Bioland, Demeter, Naturland trägt. Dies hängt dies hängt damit zusammen dass bereits die Herstellung von Saatgut, auch biologischem Saatgut, überwiegend durch die großen Player Weltmaßstab besorgt wird. (vgl. Seite 11 PDF). Auf Seite 12 finden sich 2 Quellen zu diesen Fragen.

Gesichtspunkte zur Herstellung von Kompost. Erfahrungen. Die Situation unserer Solawi.

In einem kürzeren Abschnitt wurde noch die Kompostfrage behandelt. Auch hier ist eine maßgebliche Frage, ob ein Betrieb die maschinellen Voraussetzungen (finanzielle Ressourcen) schaffen kann und genügend Mitarbeiter (+50% Stelle) hat um allen Kompost selbst herzustellen. Vergleiche Seiten 24-27. Für eine vollständige Kompostherstellung der Rottenstufe 5 sind wir als Betrieb zu klein und die finanziellen Voraussetzungen fehlen.

Auch hier ist bei uns die Situation so, dass wir für knapp 50% der Anbaufläche den Edelkompost einsetzen ( für Market Garden) und auf den anderen Kulturflächen unseren eigenen Kompost.

Bericht der Gärtner (ev. Teil II).

 Zum Thema Kompost: Bisher wurden auf etwas weniger als die Hälfte der Solawi Gesamtfläche Kompost- bzw. Fixbeete angelegt. Die zugekauften Kompostmengen werden sich in den kommenden Jahren stark reduzieren. Auf den übrigen Flächen soll künftig verstärkt eigener Kompost ausgebracht werden, wobei sowohl die Kompostqualität als auch die Erfahrungen bei der Ausbringung weiter verbessert werden sollen.

Zum Zustand der Kulturen wurde berichtet, dass sich die Bestände insgesamt gut entwickeln. Mit dem derzeitigen Stand der Kulturen sind wir im Großen und Ganzen zufrieden.

Pause:

Teil II:  Ab 19.30 Uhr

Mitteilungen aus dem Vorstand – sehr kurz, mangels Zeit

Steuererklärung 2024 ist fertig. Kurzer Bericht folgt mit dem Protokoll

Peter Tontsch:

Hat seinen schriftlich eingereichten Beitrag ausgeführt

 Thema: „Ich stelle den Antrag, dass sich ein verantwortlicher Kreis von Menschen bilden möge, der sich der Ausgestaltung und weiteren Entwicklung der Solawi widmen will: Vorstand und Gärtner bedürfen bei der Vielzahl von Aufgaben einer kollegialen Unterstützung. 
Arbeitsfelder sind z.B.: Kommunikationspflege nach innen und nach aussen (dazu gehört auch Mitgliederwerbung), Gärtner-Fachrat, Gelände und Gebäude/Technik: Pflege, Gestaltung und Entwicklung, Finanzbeirat (den es bereits gibt), evtl. Organisationsentwicklung (u.a. Leitbild, Satzung, Rechtsform, Prozessbeschreibungen), Präparatekreis (gibt es schon lange), Mitglieder-Mitmach- & Festeskreis und anderes mehr. 
Gemeint ist vor allem das Entwickeln eines durchwärmenden und vertrauensschaffenden Gemeinwesens (identitätsstiftend) – zwischen Mitgliedschaft und Gärtnern/Vorstand ein mittleres Organ bilden.“

Robert Pepper:  Obst und Beeren

Frank Waldvogel: Anlage einer Balkon.PV_Anlage für die Stromversorgung unserer Kühlzelle. Crowdfunding.

Hat die Grundlagen für eine Balkon-PV-Anlage dargelegt. Dieses Projekt wird weiter verfolgt, auch für einen etwas größeren Rahmen gedacht.

Wir werden weiter darüber berichten.

Abschluss:    20.30 Uhr.

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